Pathfinder RWTH

 

Im Pathfinder Projekt „Der Markt für kritische Rohstoffe: Eine Langzeit-Perspektive“, arbeitet das LuF Internationale Wirtschaftsbeziehungen zusammen mit dem LuF für Empirische Wirtschaftsforschung an der ökonomischen Untersuchung der Charakteristiken des Marktes für kritische Rohstoffe. Unter kritischen Rohstoffen werden dabei jene Mineralien und Metalle verstanden, die als Materialeinsatz für zukunftsträchtige Industrien in Europa eine Rolle spielen, gleichzeitig allerdings importiert werden müssen, wobei sie oft nur in einem oder wenigen nicht-europäischen Ländern abgebaut werden.

Welche Kriterien genau dazu führen, dass ein Rohstoff aus ökonomischer Sicht als kritisch eingestuft wird, ist Teil des Untersuchungsgegenstandes in diesem Projekt. Hierbei spielen nicht nur die Größe der Reserven eine Rolle, sondern auch die politischen Rahmenbedingungen im Herkunftsstaat und dessen partnerschaftliche Beziehungen zur EU sowie die relative Wichtigkeit und Ersetzbarkeit der Rohstoffe im Produktionsprozess der nachgelagerten Industrien und deren Bedeutung für die Volkswirtschaft insgesamt. Ein besonderer Fokus im Projekt liegt auf den Auswirkungen möglicher Beschränkungen im internationalen Handel mit kritischen Rohstoffen und der Substitutionselastizität in der Produktion, wodurch eine bessere Risikoeinschätzung möglich wird.